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Vielen Dank an alle Camp und MSF Teilnehmer_innen und an alle anderen, die dieses Treffen möglich gemacht haben!




RojbaÅŸ und herzlich willkommen,

auf der Website vom internationalen Amed Camp, das vom 25.-30.09.09 in Amed/ Nordkurdistan im Rahmen des Mesopotamisches Sozialforums (MSF) stattgefunden hat.

Ziel war es ein Treffen vor allem zwischen kurdischen, türkischen und europäischen Basisaktivist_innen zu ermöglichen, um sich und die jeweiligen Kämpfe kennenzulernen und diese wieder mehr aufeinander zu beziehen- um Internationalismus praktisch zu machen! Es gab Workshops zu unterschiedlichsten Themen, Demo's und andere Aktionen. Ihr findet hier auf der Webseite einiges übers Camp, wie z.B. Zeitungsartikel, Abschlusserklärungen vom Sozialforum und vom Camp, Bilder als auch das Campprogramm.

Wir arbeiten zur Zeit an einer Dokumentation übers Camp, die ihr in Form eines Readers bald auf dieser Webseite finden werdet.

Auf der Seite der ISKU http://www.nadir.org/nadir/initiativ/isku/ findet ihr Informationen zur aktuellen Lage in Kurdistan, zu den Friedensgruppen, die im Oktober von tausenden Menschen in der Türkei empfangen wurden, dem Verbot der prokurdischen DTP und der aktuellen Repressionswelle, den zahlreichen Festnahmen bis hin zu Morden an Aktivist_innen der kurdischen Bewegung.

Eine andere Welt ist möglich!


Pressespiegel

Deutschsprachige Presse Internationale Presse


Termine
  • am 18.2.2010 um 19 Uhr im Centro Sociale, Sternstrasse 2, 20357 Hamburg


    Von Amed nach Hamburg -
    Der Versuch praktizierter Basisdemokratie in Kurdistan - Ein Bericht

    Ende September hat in Amed/Kurdistan das 1. Mesopotamische Sozialforum und das internationale Amed Camp mit insgesamt mehr als 1000 Teilnehmer_innen stattgefunden. Angesichts der politischen Lage vor Ort ein einzigartiges Ereignis. Teilnehmer_innen zeigen Bilder, berichten vom Camp, den daraus entstandenen Perspektiven, von Konflikten, von der aktuellen Situation in Kurdistan, von ihren Diskussionen mit Aktivist_innen der Kurdischen Freiheitsbewegung und von den dort neu entstehenden Rätestrukturen. amedcampgruppehamburg@googlemail.com


  • am 24.2.2010 in der Vokü Schwarz/Rot in der Alten Meierei, Hornheimerweg 2, 24113 Kiel


    Kurdistan und der Demokratische Föderalismus
    Das Repression und Unterdrückung im Osten der Türkei an der Tagesordnung sind, ist seit dem Verbot der kurdischen DTP vielfach auch in den Mainstream Medien berichtet worden. In ihnen wird jedoch lediglich das Parteiverbot dahingehend kritisiert, dass es der kurdischen Guerilla und dem weiteren PKK Umfeld nun wieder neue SympathisantInnen zu treibe. Eine zentrale Komponente der aktuellen Zuspitzung des Konflikts bleibt in dieser Darstellung unerwähnt: die in den letzten Jahren einsetzende soziale Umwälzung, die die kurdischen Provinzen erfasst hat.
    Basisdemokratischer Neuaufbruch in der kurdischen Bewegung
    Viele deutsche Linke bringen mit dem Thema Kurdistan eine nationalistisch-stalinistische Idee in Verbindung, nach der die Bewegung dort strebe. Dabei hat sich in den vergangenen 10 - 15 Jahren ein Wandel in den politischen Zielen der kurdischen AktivistInnen, GuerillakämpferInnen und deren UnterstützerInnen vollzogen. In Anlehnung an den russischen Klassiker des Anarchismus, Peter Kropotkin, sowie den amerikanischen Anarchisten Murray Bookchin, wird nun das Konzept des "Demokratischen Konföderalismus" verfolgt - und vom Ziel der Gründung eines eigenen Nationalstaats abgerückt. Im Vordergrund steht die überwindung der politischen und gesellschaftlichen Machtstrukturen des türkischen Staates - also des Kemalismus, Militarismus und des Islamismus - um auf der Grundlage von Basisdemokratie und Frauenbewegung einen Umbruch in der gesamten türkischen Gesellschaft herbeizuführen. In weiten Teilen der Osttürkei ist dieser Umbruch bereits eingeleitet worden. Der aktuelle Konflikt kann daher nur so richtig eingeordnet werden: in vielen Städten und Dörfern, in der die DTP bis zu ihrem Verbot die Mehrheit hatte, beförderte sie den Aufbau des revolutionären Rätesystems und stärkte den Aufbau der zivilgesellschaftlichen Organisationen. Das Parteiverbot richtet sich also nicht (nur) gegen reformistische Kräfte innerhalb der kurdischen Bewegung, sondern auch gleichzeitig gegen den aktuellen gesellschaftlichen Prozess in den kurdischen Provinzen.
    Internationale (oder auf anarcho-deutsch: antinationale) Vernetzung der Bewegung: das Amed Camp
    Der Idee des "Demokratischen Konföderalismus" folgend, sehen kurdische AktivistInnen - von der DTP, den Frauenorganisationen bis hin zur PKK - die Perspektive für Frieden in der Zusammenarbeit mit Basisorganisationen und anderen Linken in der Türkei. Darüber hinaus gibt es auch wieder verstärkte Bemühungen, sich mit AktivistInnen ausserhalb der Türkei zu vernetzen. Im Amed Camp, das letzten Herbst in der nordkurdischen Stadt Amed im Rahmen des Mesopotamischen Sozialforums (MSF) stattfand, fanden sich AktivistInnen aus der Türkei, den kurdischen Gebieten anderer Länder, Israel/Palästina, Jordanien, Europa und auch VertreterInnen von Kooperativen aus Chiapas/Mexiko zusammen. Leitende Fragen waren die Rolle der EU und der Nato im seit über 25 Jahren anhaltenden Krieg in der Region oder die Perspektiven der Frauenbewegung in Kurdistan und der Türkei, sowie die Möglichkeiten zur solidarischen Intervention. An diesem Abend werden in der Alten Meierei Aktivistinnen der Amed Camp Gruppe Hamburg zu Gast sein. Diese hatten schon auf dem Autonomen Kongress in der Roten Flora in Hamburg im Herbst letzten Jahres von ihren Erfahrungen berichtet. Bei uns werden sie anhand von Vorträgen, Fotos und eines Films Einblicke in die Entwicklung, Politik und Ziele der kurdischen Bewegung geben, sowie Eindrücke aus der Region im Allgemeinen und dem Camp im Speziellen vermitteln.



  • Literaturliste

      Bücher

    • Psychische Folgen traumatischer Erfahrungen auf die Entwicklung kurdischer Migrantinnen in der Europäischen Union
      IFWF Publication No. 1a, 2007, ISBN 978-3-00-026941-7

    • Frauen in der kurdischen Guerilla - Motivation, Identität und Geschlechterverhältnis in der Frauenarmee der PKK
      Von Anja Flach, Papyrossa, 2007, ISBN 978-3-89438-377-0

    • Jiyaneke din - ein anderes Leben. Zwei Jahre bei der kurdischen Frauenarmee.
      Von Anja Flach, Mezopotamien Verlag, 2003, ISBN 3-931885-49-6

    • "Im Dschungel der Städte, in den Bergen Kurdistans"
      Leben und Kampf von Andrea Wolf

    • Der Weg in die Berge- Eine Frau bei der kurdischen Befreiungsbewegung
      Von Carla Solina, Edition Nautilus, 1997


    • Broschüren


    • neu!

      grundrisse- zeitschrift für linke theorie und debatte
      Schwerpunkt Türkei/ Kurdistan Sommer 2009
    • Wie frei ist die kurdische Sprache im EU-Kandidatenland Türkei?
      Zu Beziehen über Pro Humanitate, ISBN: 3-933884-11-X, pro-humanitate@t-online.de

    • 15 Jahre PKK-Verbot - Eine Verfolgungsbilanz
      AZADI, 2008

    • Wir wollen unsere Dörfer zurück!!!
      Flucht und Rückkehr - kurdische Inlandsflüchtlinge in der Türkei (ISKU)

    • Deutschland und NATO im Türkei-Kurdistan-Krieg
      1999, ISBN 3-00-004869-3

    • Kurdistan Report

    Kontakt

    amed.camp@aktivix.org


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